Die Stadtverwaltung hat ihre Hausaufgaben gemacht. Bei der Auftaktveranstaltung zur Vermarktung des neuen Quartiers “Alte Weberei” am 15.2. stellten Baubürgermeister Cord Soehlke und WIT-Chef Uwe Wulfrath ihre Planungen zur Altlastensanierung und zum Hochwasserschutz vor. Auch das Verfahren und die Kriterien zur Optionsvergabe erläuterte Soehlke ausführlich.
Besonderen Wert legt die Stadt dabei auf “spannende Konzepte” für die zu vergebenden Flächen. Sie möchte eine “gute Mischung des Viertels”: günstigen Familienwohnraum und architektonisch attraktive Stadtvillen, gewerbliche Nutzung und großzügige Freiflächen. Baugemeinschaften haben dabei sehr gute Chancen, eine Option zu erhalten, denn an sie und private Baufamilien wird “ein großer Teil der Grundstücksoptionen [...] vergeben”.
Ankernutzer müssen Ihre Konzepte schon bis zum 4. April einreichen und erfahren dann Anfang Mai, ob sie einen Zuschlag erhalten. Für andere Baugemeinschaften und Bauträger ist letzter Abgabetermin der 1. Juni und die Vergabe erfolgt am 22. Juli.
Letztendlich trifft eine 14-köpfige Kommission die Entscheidungen, welche Gruppen welche Parzellen erhalten. Kriterien dabei sind:
- soziale Aspekte
- vielfältige Wohnkonzepte
- Erstellung von Mietwohnungen
- Energiekonzept und Architektur
- Realisierbarkeit
- private Bauinteressierte oder Baugemeinschaften
- Lustnauer Einwohner oder Personen, die täglich nach Tübingen pendeln
Die Bildung von Baugruppen kann also beginnen. Eine gute Gelegenheit, verschiedene Konzepte kennenzulernen, bietet die Stadthausbörse am 16. März.